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Unsere Arzneimittelempfehlung

„Heuschnupfen“

Ursachenbekämpfung

Das wirksamste Mittel gegen eine allergische Reaktion ist, wie in vielen Ratgebern zu lesen ist, das „Vermeiden der Allergene“, d.h. der allergieauslösenden Stoffe. Beim Heuschnupfen, einer Pollenallergie, ist das nur sehr schwer möglich, da diese mit der Luft transportiert werden. Eine sinnvolle Maßnahme kann es jedoch sein, die Pollenbelastung in Augen und Nasenschleimhaut mit regelmäßigen Spülungen zu minimieren. Für die Augen kommen hier Tränenersatzmittel in Frage. Am besten sind solche Präparate, die eine niedrige Viskosität besitzen und außerdem keine Konservierungsmittel enthalten.

Für die Nase empfehlen wir regelmäßige Spülungen mithilfe einer Nasendusche und Salzlösung. Nasensprays mit Salzlösung sind gut geeignet für unterwegs sowie ergänzend zu antiallergischen Arzneimitteln.

Symptomenkontrolle

Wie schon erwähnt, ist eine effektive Symptomenkontrolle wichtig, um eine mögliche Ausweitung einer allergischen Reaktion auf die Bronchialschleimhaut zu verhindern („Etagenwechsel“), aus der sich ein allergisches Asthma entwickeln könnte. Sinnvoll sind dabei folgende Arzneimittel:

1. Antiallergika zur lokalen Anwendung:
Als Histamingegenspieler unterbinden z.B. die Wirkstoffe Azelastin und Levocabastin akut allergische Reaktionen und können damit Symptome lindern. Beide sind gut wirksam, in einer vergleichenden Studie hat Levocabastin etwas besser abgeschnitten, allerdings gibt es nur für Azelastin konservierungsmittelfreie Präparate. Als Augentropfen werden diese 2 x täglich für maximal 6 Wochen angewendet ab einem Alter von 4 Jahren (Levocabastin ab 1 Jahr). Die Augentropfen sind nicht kontaktlinsenverträglich, in Schwangerschaft und Stillzeit sind die Präparate nicht empfohlen. Die Nasensprays können ab 6 Jahren verwendet werden (Levocabastin ab 1 Jahr), ebenfalls 2 x täglich über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten.

Für darüber hinaus gehende Symptome stehen für Erwachsene cortisonhaltige Präparate für die Selbstmedikation zu Verfügung. Diese sind keine Akutmittel und sollten zeitlich begrenzt, in dieser Zeit allerdings kontinuierlich angewendet werden.

Abschwellende Nasensprays sind keine antiallergisch wirkenden Arzneimittel und sollten hier nicht regulär angewendet werden. Das Risiko einer Gewöhnung und damit der Schädigung der Nasenschleimhäute ist erhöht, da ein abschwellendes Nasenspray maximal 5-7 Tage angewendet werden sollte. Die Symptome des Heuschnupfens halten jedoch i.d.R. länger als 5-7 Tage an.

2. Antiallergika zum Einnehmen:
Sind die lokal wirksamen Antiallergika nicht ausreichend wirksam, stehen mit den Wirkstoffen Loratadin und Cetirizin stärker wirksame Alternativen zum Einnehmen zur Verfügung. Obwohl diese Arzneimittel nicht verschreibungspflichtig sind, empfehlen wir vor Ersteinnahme eine Rücksprache mit Ihrem Hausarzt.

Loratadin gibt es in Tablettenform und wird 1 x täglich eingenommen. Es ist in der verfügbaren Stärke von 10mg ab 30kg Körpergewicht geeignet. Bei vorbestehenden Lebererkrankungen sollten loratadinhaltige Präparate nicht angewendet werden.

Cetirizin steht für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren sowohl als Tabletten wie auch als Saft zur Verfügung und wird ebenfalls 1 x täglich angewendet. Die Einnahme sollte vorzugsweise abends erfolgen, da Müdigkeit als sehr häufige Nebenwirkung auftritt.

3. Homöopathische/Anthroposophische Präparate
Augentropfen, die Auszüge der Heilpflanze „Euphrasia officinalis“ enthalten, können bei leichten Symptomen die Augen „trösten“, wie sich aus der deutschen Bezeichnung der Heilpflanze „Augentrost“ ableiten lässt. Die verfügbaren Präparate sind konservierungsmittelfrei und eignen sich als sanfte Möglichkeit, insbesondere auch bei Babys, Kleinkindern, Schwangeren und stillenden Müttern.

Für die Linderung der Symptome in der Nase, vor allem dem Fließschnupfen, stehen homöopathische Komplexmittel als Nasensprays zur Anwendung ab einem Alter von 2 Jahren zur Verfügung.

Gehen die Symptome des Heuschnupfens über ein leichtes Stadium hinaus, empfehlen wir bei dem Wunsch nach einer rein homöopathischen Behandlung, einen in der Homöopathie erfahrenen Heilberufler hinzuzuziehen.


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